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Naturfarben

Naturfarben

Mindestanzahl der Teilnehmer 1
Alter 10+ J.
Begleitung durch Erwachsene Empfohlen
Mindestdauer 1.5 Std.
Kosten Niedrig
Umgebung Drinnen / Draußen

Bereiten Sie pflanzliche Farbbäder aus Zwiebelschalen, Indigoblättern, Walnüssen oder Krappwurzel vor und tauchen Sie Stoff oder Garn ein, um satte, erdige Töne zu erzielen, die sich beim Experimentieren mit Beizen verändern.

Das Wichtigste

Schritte

  1. Wascht den Stoff zunächst in heißem Wasser mit etwas Soda oder pH-neutralem Waschmittel, da Werksausrüstungen und Öle auf neuem Stoff eine gleichmäßige Bindung der Farbe verhindern.
  2. Beizt den Stoff vor dem Färben mit Alaun (oder einer anderen geeigneten Beize für eure Fasersorte), da die meisten Pflanzenfarben ohne Beize nicht dauerhaft an die Faser binden und schnell auswaschen oder verblassen.
  3. Köchelt euer Färbematerial (z. B. Zwiebelschalen, Avocadokerne, Ringelblumen) 30-60 Minuten in Wasser, um die Farbe zu extrahieren, und siebt dann die Feststoffe ab, bevor ihr den Stoff hinzugebt.
  4. Gebt den gebeizten, feuchten Stoff in das abgesiebte Farbbad und köchelt sanft (nicht kochend) 30-60 Minuten, gelegentlich umrührend für gleichmäßige Farbe.
  5. Lasst den Stoff im Farbbad abkühlen für tiefere, gleichmäßigere Farbaufnahme, dann in kaltem Wasser spülen, bis das Wasser klar bleibt.
  6. Trocknet den Stoff außerhalb direkter Sonneneinstrahlung, da natürliche Farbstoffe anfälliger für UV-Verblassung sein können als synthetische, besonders in den ersten Wochen nach dem Färben.

Tipps

  • Verwendet Pflanzenmaterial etwa im gleichen Gewicht wie euer Stoff (Farbstoff-zu-Faser-Verhältnis nahe 1:1) für kräftige, gesättigte Farben, da natürliche Farbstoffe viel weniger konzentriert sind als synthetische.
  • Wiegt euren Stoff trocken ab, bevor ihr beginnt, um die korrekten Mengen an Beize und Färbematerial zu berechnen, da Rezepte für natürliches Färben meist als Prozentsatz des Fasergewichts angegeben werden.
  • Testet an Stoffresten, bevor ihr ein ganzes Kleidungsstück einfärbt, da dasselbe Färbematerial je nach Mineralgehalt eures Wassers und der Fasersorte des Stoffs unterschiedliche Schattierungen erzeugen kann.
  • Verwendet Pflanzenfasern wie Baumwolle und Leinen mit tanninbasierten Beizen und tierische Fasern wie Wolle und Seide mit Alaun, da die Fasersorte erheblich beeinflusst, wie gut eine Beize bindet.
  • Hebt eure erschöpften Farbbäder für hellere, sekundäre Färbedurchgänge auf, da Pflanzenfarben oft noch genug Pigment für eine zweite pastellfarbene Charge enthalten.
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